Samstag, 25. Februar 2017

gedankenverloren

Diese vielen Bilder in  mir.
Ich lasse sie nicht nach außen dringen.
Eingewickelt im Vergessen sind sie
nicht zu zwingen mit meinen sagbaren Worten.

Von irgendwoher treibt ein Sturm
durch meine Erinnerungen -
vor Zeiten frisch grün,
im Jetzt von wirbelndem Laub besungen,
von Geschehnissen bezwungen, bald Staub.

Dann holt mich eine Amsel aus meinem Traum.

Irgend etwas ist wohl passiert,
wenn man sich so in Gedanken verliert....

Freitag, 24. Februar 2017

Bescheidenheit

Keine Heldin auf dem Siegertreppchen
auch kein Typ als Weltverbesserin.
Weniger ist so viel mehr.
Und da gehör' ich hin.

Augenblickliches

Noch arbeitet der Abend.
Er zersägt, zerschlägt den Tag.
Und der war genug gedankenschwer.
Der Himmel wird dunkel, wirkt leer.
Schattenartiges steigt auf.
Wind treibt den Schummer die Nacht hinauf
und endlich fällt Ruhe ein....

Zusammenhalt

Tapfer, wie manche Stunden es verlangen
Eingesenkt in Erinnerung
Lebendig genug, um der Seele die Freiheit zu geben
Kälte legt ihre Hände auf die, die leben
Und so lässt Zeitliches enger zusammen rücken...

Freitag, 17. Februar 2017

... meiner Mutter

Dein Gärtchen liegt still im Sonnenschein
und kennt dich nicht mehr.
Nichts wirkt lieblos, doch so sehr leer.
Der Frühling erweißt und erblaut
ohne dein Sonnenwangenrot.
Alles ist so traurig und still.
Du bist tot...

Freitag, 10. Februar 2017

Du hast IHM immer vertraut...

So gern würde ich die Zeit anhalten,
für die kleine Dauer von ein paar Worten nur.
Still stand deine Lebensuhr.
Du bist auf dem Weg hin zum Licht.
Du gehst mit IHM.
Mit IHM verläufst du dich nicht...

Meiner Mutter

Am Morgen war alles anders
als es man Nachmittag war.
Grau gefärbter Himmel,
Gedanken so leer, so sehr rar.
Der Abend wurde vom Nebel
des Schmerzes angehaucht.
Die Luft wurde von der Trauer
schwer und bitter.
Du hattest einfach so
dein Leben ausgehaucht....

Die Mutter war's, es braucht kein Wort mehr....

Für mein Muddele - Unvergessen!
Meine Gefühle sterben nicht.
Ich sehe dich in SEINEM Licht Stunde um Stunde 
neben mir stehen,
spüre sanftes Lösen, Gehenlassen,
kann dich in der Erinnerung gut behalten, gut fassen.
Es war gut. Es war schwer. Es war schön.
Lange hat es dich für uns gegeben.
Mir wird wieder klar - alles bleibt - vor allem du.
Es verging hier nur dein Leben....

Freitag, 3. Februar 2017

...die Zeit

Nicht oft, aber manchmal
möchte ich Uhr sein.
Vorbereitet. Auf die Sekunde genau.
Und stets aktuell.
Sie ahnt immer, wann ich auf sie
schaue. Sie geht. Liegt still an
meinem Arm. Tickt unschuldig im
Kreis. Dabei tickt sie im Gleichklang
mit meiner inneren Uhr.
Irgendwie sind sie sich ähnlich.
Passen zusammen. Ergänzen sich
sicherlich.Wissen genau, wann
ich mal nicht so will wie sie.
Sie sind sich einig.
Passen genau auf.
Lassen sich nicht überraschen.
Meine Uhren denken mit der Zeit
an die Zeit.
Und ich füge mich....

Sonntag, 29. Januar 2017

Sehnsucht nach Sonne

Hier laufen dem Winter die Farben aus.
Achtlos umgestoßen hat er sie in seinem Schlaf.
Das Weiß vertrocknet.
Alles andere vermischt zu Grau. 
Und Nächte bleiben in Schwarz getaucht...

Donnerstag, 5. Januar 2017

Ich kann so bleiben wie ich bin

Bei euch
muss ich nicht immer nur funktionieren,
nicht immer nur sein.
Ihr freut euch
an meinem Meinen und Deuten,
darf behalten,
auch vergeuden.

Ihr sagt,
ich sei Zentrum für euch
und der *goldene Herd* und -
als Frau, Mutter, Tochter, Oma, Freundin
so viel
mehr wert.
Ich bin in euch aufgeteilt
und immer da.
Ob fern, ob nah,
ich bin präsent:
- im Aufgang der Sonne,
in einem Gedicht voller Wonne,
in gemeinsamer Essenszeit,
im Lied der Lerche
gar nicht weit -

eben für jeden so
wie er mich kennt...