Donnerstag, 27. April 2017

Freude

Es lebt sich so gut im Grün,
im Farbenrausch, im Gedicht vom Frühlingsglück.
Stimmt ein ihr Bienen und Hummeln.
Euer Summen gibt meinem Leben
stets ein Lächeln zurück.

Heute...

Heute, die Stimmen der Nachtigallen - wie ein Zauberspruch.
Heute, der Segelflug der Schwalben - wie aus einem Zauberbuch.
Mir wurde sinnlich zumute.
Die Vögel beherrschen die hohe Kunst,
mich zusammenzunehmen.
Und so treiben wir die Kälte endlich fort -
hier und an anderem Ort.
Ich pfeife mir eins und lasse mich treiben,
um in diesem Frühling gern noch zu bleiben.

Mittwoch, 26. April 2017

Schönes

Tulpenschönheiten
recken sich der Sonne zu.
Samtrote Kleider.

Blümchen-Haiku

Zart und fein und rein
lugt blau aus der Wiese vor
ein Vergissmeinnicht.

Dieser Morgen

Der Morgen schwebt schon hoch.
Noch verkehrt er mit mir stumm.
Der Himmel bläulich, gänzlich unversehrt und weit
gibt sich die Zeit, der Sonne das perfekte Parkett zu bieten.
Ich sehe es mit Vergnügen und höre den Morgen
wie er weiter erwacht.
Gerade hat mich der Star angelacht.
Ich winke ihm zu,  lausche
der Amsel Lied und freue mich,
dass alles gerade an diesem Morgen geschieht.

Was du magst

Du mochtest, was ich früher schrieb -
diese vielen Liebesgedichte.
Du sagst, sie standen mir gut zu Gesichte.
Ach, S'ist ja gut.
Liebe sättigt längst nicht alles,
doch im Falle eines Falles
schreibe ich dann Liebeslieder.

Es muss mal raus...

Überall zwischen den Fronten dieser Flächenbrand.
Und niemandem zu Gunsten gereicht.
Es reicht, denn es geht auf die Kosten der Zukunft.
Wo nur versteckt sich die Vernunft?
Und scheint für eine kurze Zeit alles besser zu werden,
dann wurde nur die Verpackung bezahlt.
Innern war luftleerer Raum, nur außen herrlich verziert, bemalt.
Wind wurde längst zum Sturm aller Skrupel,
der nach und nach alles vernichtet,
worauf unser Augenmerk gerichtet.
Lasst uns die dünn gewordenen Fäden unserer Werte
fester halten und zu dicken Seilen spinnen.
Glauben wir an das Gelingen!
Sonst wird die stumme Gestalt des Abwartens größer.
Und böser!

Hinter meiner Stirn

Das Gedicht hinter meiner Stirn
hämmert, zittert, hämmert:
Leben. Leben. Leben dröhnt es
auch in meinen Träumen.
Ich fühle den Herzschlag, den Himmel, den Wind.
Meine Nacht. Mein Tag. Mein Leben.
Und meine Gedanken machen Herz und Seele
total verrückt.

Mir ist so

Heut ist mir nach Zähne zeigen, Ketten rasseln, Nest beschmutzen, Zunge wetzen, Elefant im Porzellanladen sein.
Mir ist danach. Lach.
Morgen, versprochen, bin ich wieder lieb und rein ;)
Wer mag schon die guten Tage missen,
die freudvoll jeden Wind aus den Segeln nehmen.
Ich muss mich nicht schämen, habe ich doch
die Langeweile zum Haus hinaus gekehrt.
Mein neuer Elan braucht Platz,
ich will doch noch einmal die Welt einreißen,
(ja gut, etwas weniger machts auch)
mich ins Zeug hängen und schmeißen.
Daran ist doch nichts verkehrt?
Ich fühle mich geehrt, macht ihr wenigstens heute mit -
DAS hält fit!

Sonntag, 23. April 2017

Was noch?

Was soll ich noch schreiben?
Es gibt so viel Ungelesenes noch,
nie weitergegeben, aufgehoben für's Bleiben.
Versäumtes nun ins Gewissheit geschoben,
aus dem Gedächtnis gekippt.
Jetzt erscheint alles in ganz anderen Farben  -
nicht verschwommen, nicht verblasst.
Lächelnd, ganz ohne Hast
beschäftigen mich Möglichkeiten,
die mich treiben....
Kein Staub tanzt in der Sonne.
Schattenkalt das Frühjahr ist.
Ist's dessen List, den Frühblühern
längere Schönheitsfrist zu bewahren?
In klaren Stunden sehe ich den Maler
am Waldrand stehen.
Er lässt's geschehen, dass unsere kleine Welt
um ein gutes Bild reicher wird.
Ich hab mich nicht geirrt.
Er ließ mich Farbenfrohes sehen.

Samstag, 22. April 2017

Tagträumerei

Meine Frühlingsträume hängen hoch oben  in den  Zweigen
und Wolken wandern lautlos über mir.
Ich richte meinen Späherblick auf gute Zeiten
und wünsche mich zu dir ins Glück.
Kinderträume. Längst schon ausgeträumt.
Ich weiß, manch Zauber kehrt nie mehr zurück.


Morgengedanken

Im feuchten Gras lese ich Spuren.
In den Blümchen summen die noch klammen Hummeln - welch ein Tummeln.
Nuss- und Kirschblüten zeigen sich, vom späten Froste, taub.
Sonnenarme saugen Nässe aus den Blüten, die schwer nach unten hängen.
In mir drängen die Gedanken fort.
Der Wind malt meinen Namen, verwischt jedoch die Spur an jedem Ort.
Du streichelst mir Liebe in den Tag und traurige Träume fort.

Worte

Meine Worte sind scheuen Schmetterlingen gleich, so weich.
Aus meinem Munde flattern sie davon.
Im Herzen, dort, wo ihr Nest war, bleibt es stumm.
Ich denke meinen Worten nach und weiß doch,
dass ich sie schon längst vergaß.
Wortlos drehe ich mich um und gehe.
Stumm.

Freitag, 21. April 2017

Sonnenkraft


Immerhin.
Das Sonnenlicht brach sich zwar nicht 
für mich das Genick. Zum Glück.
Es wärmt den Tag und lässt in ihm 
herrliche Blüten wachsen 
hinauf bis in die Kronen der Bäume.
Tagträume. Wundermühen sprießt.
Und Sonnenlicht fließt.



Garten-Haiku

Narzissenneugier
Blick in die Wassertränke
Vögel unbeirrt


Haiku - bildhaft

Alter, toter Baum
Ein Spross treibt in die Zukunft
Drei Lebensblüten

Sonntag, 16. April 2017

Osterbeobachtungen - ganz kurz

Katze vor'm Holzstoß
wartet gespannt auf Beute
Die Maus ist schlauer

Buchfinken zwitschern
Fleißige Gärtnerhummeln
Wind streichelt Blüten

Dichte Regenwand
Viele Sturmböen auf Jagd
Fenster geschlossen

Dienstag, 11. April 2017

Ostern

Ich möchte abtauchen in die Kar- und Osterwoche, 
doch nicht, ohne EUCH ALLEN 
ganz feine Feiertage zu wünschen....

Ostern ist mehr
als nur Osterhasen und bunte Eier
Ostern ist höchste Christenfeier.
Keine Frühlingsblumen
schmückten den Kopf Gottes Sohn -
es war eine schmerzhafte Dornenkron'.
Er war bereit,
für uns am Kreuz zu sterben
und stieß die Tür zum ewigen Leben
für uns damit weit auf.
Christsein bestimmt
unseren Lebenslauf.
ER reicht uns aus der Ewigkeit
vertrauensvoll die Hand,
schnitt nie durch dieses Erdenband.


Frohe Ostern – lasst euch allen 

Gottes Segen wohl gefallen...