Dienstag, 28. März 2017

...vom älter werden

Neuigkeiten habe ich heute keine parat,
außer, dass das Leben nicht verzagt,
sondern weiter geht.
Bald ist's schon April.
Der Wind, er weht längst nicht mehr kalt.
Wir werden älter, gar alt
und es ist schön, noch immer
mittendrin im Leben zu sein.
Möge alle Zeit friedlich und freundlich bleiben,
damit Gedanken  Blüten treiben
und Liebe  Leben wird.

Sonntag, 26. März 2017

Lieblingsplatz

Mein bester  Raum zum Gedanken denken
ist das Gebüsch unter der großen Buche.
Ich suche keine Worte für's Gedicht,
genau dort finden sie mich.
Hier ist jeder Tag wie für mich gemacht.

Und bald fliegen wieder die Nachtigallen auf,
hören sie mich kommen.
Der Jahreslauf kommt einfach so
geträumt vorbei geschwommen.
Dann, wenn die Nachtigallen ihre Lieder schlagen,
muss ich nichts wagen,
nur wissen, hier gehöre ich gerade in diesem Moment her.
Diese, meine  kleine Welt gefällt mir sehr.

Dann will ich

Manchmal habe ich dieses Bedauern in mir,
wenn ich an so vielen Dingen nur vorüber gehe,
wenn nur mein Lächeln bleibt für Menschen,
die ich im Vorübergehen sehe.

Dann will ich anders sein.
Dann will ich anders leben.

... es gab und gibt immer noch viele


Ich möchte sie nicht missen, die Dichter und Denker,
die die Welt umrundeten, umrunden,
die die Erde gedanklich und mit Worten erkundeten, erkunden,
die Zeichen setzen und Signale senden aus so vielen Zeiten,
die mich (von mir gewünscht und gewollt!) begleiten.

Gern greife ich auf sie zurück, denke zum Beispiel gerade an Goethe,
der keine Brillen mochte.
Und mit eigenem Willen sprach er vom WIR, sprach er von sich.

Und ich? Was habe ich aus meinem Leben gemacht?
Dies steht wohl noch auf anderen Seiten.
Irgendwann werde ich blättern darin.
Den Sinn dafür habe ich längst gefunden.

Freitag, 24. März 2017

Worte vermögen viel...

Manchmal ist es schon komisch.
Da bin ich nun einmal mit Worten verwachsen,
habe sie zu meinem lebendigen Inhalt gemacht,
und genau daraus erwächst mir oft große Angst.
Denn wie oft schon habe ich falsch verstandene Worte
zurecht rücken müssen, sie gerade gebügelt, weil sich
daraus totale Missverständnisse ergaben.
Dies geschieht viel mehr im Schreiben als im Reden.
Im Reden treffe ich vielleicht so ab und zu nicht den richtigen Ton.
Missklänge züngeln Disharmonie.
Doch schnell beigelegt, wird wieder in Dur erzählt.
So beweisen wir uns eben immer wieder
mit Worten das Leben - geschickt und ungeschickt,
verstanden und total daneben.

...vom Älterwerden

Älter bin ich geworden, bequemer auch.
Doch das ist nichts Weltbewegendes. Es äußert sich vor allem darin, dass Bedürfnisse, die mir einst so wichtig waren, nicht mehr vordergründig sind.Ich verliere allgemein die Lust, mich an Menschen zu binden, die mir unwichtig sind, von denen nie etwas oder wenig ausging für mich. Ich lasse es einfach, denn der Antrieb dafür geriet ins Stottern, so, als wäre es mir zugedachte Rücksichtnahme, weil ich mich nicht sinnlos verschwenden soll. Vielleicht habe ich mich auch zu sehr darin verausgabt.
Die Ruhe in mir ist tiefer geworden. Ich betrüge mich nicht mehr selbst.Doch keinesfalls ist mir die Menschenliebe verloren gegangen. Dafür ist meine Lebenslust noch viel zu groß. Es gibt sie, die Menschen, die ich sehr mag, die ich liebe....Dafür lohnt sich so viel... sogar alles...

Donnerstag, 23. März 2017

Schreiben

Lohnt es sich noch, Gedanken in Worten zu wiegen,
sie in den Ernst einer Sache rhythmisch zu biegen,
sie mit wahrem Sinn durch den Reim zu stoßen,
sie liebevoll zu liebkosen?

Alltägliches kennt so oft keine Klarheit,
vermischt sich mit Lüge und Wahrheit,
schwarz Gedachtes wird plötzlich weiß,
Angst um Frieden treibt Wörterschweiß.

Den Versuch, einen Weg mit guten Worten zu gehen,
sollten wir wagen.
Wir sollten die Hoffnung des Verstehens weit hinaus tragen.

Auch mir ist Nichts noch längst nicht Alles.
Im Falle des Falles schreibe ich.
Ich verspreche es.

Mittwoch, 8. März 2017

Haiku-Reihe

Der Buchfink singt laut.
Er wirbt um seine Liebe.
Frühlingsgefühle.

Die Weidenkätzchen
glitzern silbrig hell am Baum.
Ein Frühlingsahnen.

Noch läuten sie nicht.
Osterglocken im Garten.
Bald färbt sich das Beet.

Die Wiese erwacht.
Bunt die Kroküsschen leuchten.
Frühlingsfarbenpracht.

Das Taubenpärchen
gurrt mir laut Frühlingslieder.
Stille. Ein Kater.

Mittwoch, 1. März 2017

......

....geballtes Wolkenfeld 
füllt dekorativ den Himmel 
ab und zu lässt sich die Sonne blicken
Doch es riecht nach Abschied 
Deine Arme strecken sich
und ich falle hinein
Ich schenke dir
mit festem Druck
für Sekunden meinen Körper
und höre deinem Flüstern
noch lange nach:
Du wirst mir fehlen...

irgendwann

zauberer
wirf den motor
deiner lebensfreude an
strahle sie aus
und stecke mich an
lass die rosen blühen
schenke mir ihren duft
dass mich wieder
irgendwann
deine sehnsucht ruft

immer wieder...

Auf vielen Wegen
habe ich schon meine Spuren hinterlassen,
Felder, Wiesen, Wälder mit Gereimtem geschmückt.
Doch, doch. Ich will noch lange in Worte fassen,
was mein Blick  über das Leben erblickt.

Und trotzdem frage ich mich manchmal ganz still,
was ich jetzt noch mag, noch will.
Leben. Atmen. Mich ganz frei bewegen in Gedichten,
die gedanklich  morgens schon  in mir anklingen.

Ich lasse sie weiterhin singen und sagen
und täglich wagen....

Samstag, 25. Februar 2017

gedankenverloren

Diese vielen Bilder in  mir.
Ich lasse sie nicht nach außen dringen.
Eingewickelt im Vergessen sind sie
nicht zu zwingen mit meinen sagbaren Worten.

Von irgendwoher treibt ein Sturm
durch meine Erinnerungen -
vor Zeiten frisch grün,
im Jetzt von wirbelndem Laub besungen,
von Geschehnissen bezwungen, bald Staub.

Dann holt mich eine Amsel aus meinem Traum.

Irgend etwas ist wohl passiert,
wenn man sich so in Gedanken verliert....