Dienstag, 20. Juni 2017

Beobachtung


Ihm gehörte gerade der Himmel allein
er flog so ruhig, so fein,
dabei waren seine Augen auf die Wiese gerichtet,
er hat sie innerlich abgelichtet
und wusste genau, 
wo die Frösche sitzen,
einen als Futter zu stibitzen, danach ist ihm der Sinn.
So schwebt er dahin, tiefer,
dann lässt er sich auf der Wiese nieder,
startet wieder und bringt seinen Fang ins Nest.
Zwei Junge rechnen damit fest...


Rachel

Under the sunlight
a woman creates art

Between her eyes
a poem begins to shine

The sea of Poetry
travels her Poems
to an island that takes her name

Her name is beautiful
Her name is Rachel

Her Poetry is magic
and her hands creates miracles

Yannis Politopoulos


DANKE meinem lieben Freund Yannis !!!

Montag, 19. Juni 2017

So gefühlt..

Ein heller Sonnentag ließ los und versank,
machte gern dem lauen Abend Platz.
Mich erfüllte es mit großem Dank.
Überall wurde es still,
eine Zeit ohne Hatz.




 I love your *sunny days* and their restful evenings; too, the rainy days have their virtue. You've generated these haiku. 

moonlight
this cup of tea gone cold
awakened 

OR

rainy day
drops fill the mind's rivers
fish jump
..................... ( fish could be, "ideas.") _m

Danke, lieber Magyar!!!!!




Samstag, 17. Juni 2017

Verwandlung

Und wieder ließ ich mich von süßer Poesie umfangen,
habe in ihr total fest und ruhig gehangen,
Gedanken eingefangen.
Damit vergeude ich so manche Zeit,
die mich jedoch noch nie gereut,
die nirgends fehlte,
mich nicht quälte -
denn alles ist gut und findet ein Ende.
Ich wende mich leicht
und bin still zurück  in der Gegenwart.
Tief drinnen in mir bleibt viel Gutes bewahrt.
Bis irgendwann.
Dann.

Ausklang

Musik mag ich, so kurz vor der Schlafenszeit -
eine zarte Bach-Kantate,
Chopin in tiefer Zärtlichkeit.
Die Klänge, die die Stücke leis umschließen,
fließen durch mich wie ein Quell,
berieseln gelinde, was ich dabei empfinde.
Die Nacht ist da und meine Sinne schließen sich zu.
Zur Ruh.

Freitag, 16. Juni 2017

Aufrechnung

Ich zähle gerade die letzten Jahre
zu den Restbeständen meines Lebens.
Vergebens werdet ihr hoffen,
dass ich sie in Worte hebe -
ich denk' nicht mal daran (ich es einfach nicht kann),
weil ich in dieser Fülle um mich her nur Stille vermeh'r.
Juniabend.
Ich sitze hinterm Haus, hole diese Erinnerungen raus,
lasse Tränen zu, die die Sonne mir von beiden Wangen küsst.
Ich habe euch auch heute wieder viel zu sehr vermisst.....

Rosen


Rosenzeit. Kann es Schöneres geben im Leben?
Besseres gibt es ganz sicher immer wieder,
doch die Einmaligkeit der Rosenzeit ist unübertroffen.
Wir hoffen jedes Jahr neu auf dieses herrliche Blühen,
fast ohne unser Mühen strecken sie sich der Sonne entgegen,
verwegen schicken sie ihre wundervollen Düfte  in die Lüfte.
Mich machen sie glücklich.
Augenblicklich

Streithammel

Ach,menno, Mensch,
ständig suchst du gezielt einen Streit.
Ich bin es lang schon Leid!
Willst du mir etwa damit durch die Blume sagen,
es sei einfach gut für deine Persönlichkeit???
Willst du dich selbst mit und im Streit eigens stärken?
Glaub's, auch in einem vernünftigen Umgangston deinerseits,
werden wir dich (vielleicht sogar besser) bemerken!
Hör einfach auf, immer noch eine Schippe draufzusetzen,
Am Ende könntest du dich selbst jämmerlich sehr schwer verletzen.

Das Wort

Wortklauberei

Setze ich doch ein Fragezeichen hinter die Behauptung,
dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt?
Sicher mache ich mich nicht beliebt,
wenn ich schreibe, dass es dann
für genau diese Regel keine Ausnahme gibt?

Wortglaube

Ich glaube nicht, dass ich,
um etwas zu sagen, große Reden brauche,
denn groß reden und wenig sagen,
liegt oft lange schwer im Magen.

Ein Schmunzelgedicht...und doch...

Im nächsten Leben wäre ich gern
das kleinste Loch der Klarinette
oder ne Kröte, so ne richtig warzige, fette
vielleicht auch nur ein Haar vom Geigenbogen
oder vom Bullen der Hoden, eventuell auch ein Wort
in Ingo Baumgartner's Gedicht
oder in Seif Eddeen Laota's Bild das Licht
vielleicht auch nur der Traum der Wirklichkeit
und dann der Zeiger der Zeit...

Dienstag, 6. Juni 2017

Ändern

Nun, ab jetzt werde ich langsamer gehen,
vielleicht gar ziellos in die Ferne sehen,
werde dem Nichtstun den Vorrang geben
und Empfindungen nur für  mich selbst erleben.
Ich werde für nichts und wieder nichts
Gedichte schreiben,
werde so wie ich bin bleiben,
nur langsamer werden.
Mich erden.

Samstag, 3. Juni 2017

Für dich...

Was soll ich dir sagen, 
du bist mir vor allem von allen
mein Wohlfühlgefühl, bist immer noch der, 
den ich will.
Bald 44 Jahre habe ich dich 
in mir tief drinnen aufbewahrt.
Nun sind wir beide bejahrt
und sagen kann ich,
wir schaden uns nicht,
wir bedingen uns nur - rund um die Uhr.
Einst nahmst du mir den Atem
jetzt bekommst du ihn zurück.
Es war früher und ist jetzt noch Glück.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Der Mai geht....

Ende Mai und die Vogelwelt so langsam verstummt.
Die Nachtigall schlägt vereinzelt nur noch ihre Lieder.
An vielen Tagen die Sonne auf uns förmlich brummt
und Nächte fallen mild hernieder.
Hinter der Hecke höre ich Liebesgeflüster.
Es schenkt mir ein Lächeln, das wisst ihr -
dann, der Eine, der Meine mich in seine Arme nimmt....
In wunderbarer Vollkommenheit schirmte mich der Mai
ganz ohne Maß in allem,
betörend im Duft und Vogelsang, im Farbenreichtum -
mir zum Gefallen.
Ich spüre es, Freude ist mir wieder wohl gesonnen.
Es gibt nur einen Schluss: das Leben hat gewonnen.